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Nahrungseränzung: Vitamin E ist schlecht für die Knochen

Immer öfter greifen Menschen zu Nahrungsergänzungsmittel wie Eisen, Magnesium, Vitami C, Vitamin E, A und B12. Doch offenbar sollten die kleinen bunten Pillen nicht nach der Devise viel hilft viel eingenommen werden. Vitamin E ist beispielsweise schlecht für die Knochen, wie eine aktuelle Studie jetzt zeigt.

Nahrungseränzung: Vitamin E ist schlecht für die Knochen

Nahrungseränzung: Vitamin E ist schlecht für die Knochen

In Tierversuchen zeigte sich jetzt, dass Mäuse extrem an Knochenmasse verlieren, wenn sie mit Vitamin E-Präparaten gefüttert werden. Japanische Forscher der Universität Tokio konnten damit zumindest bei den Tieren zeigen, dass Vitamin E die Knochen schädigt. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es daher auch für Menschen gesundheitsgefährdend ist.

Für die Forscher ist das Ergebnis alarmierend: „Mehr als zehn Prozent aller erwachsenen Amerikaner nehmen es täglich ein“, sagen Koji Fujita und seine Team im Fachmagazin „Nature Medicine“. Dabei kommt ein ernährungsbedingter Vitamin E-Mangel extrem selten vor. Der Körper kann nämlich auf Vitamin-E-Reserven zurückgreifen. Auch in Deutschland greifen Millionen Menschen zu Vitamintabletten.

Vitamin E schadet den Knochen

Den Mäusen wurde eine ähnliche Menge an Vitamin E zusammen mit dem Futter verabreicht wie sie typischerweise in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Der Ergebnis: Nach nur zwei Monaten hat die Knochenmasse der Tiere um 20 Prozent abgenommen. Eine hohe Aufnahme von Vitamin E ist den Forschern zufolge daher gefährlich. „Wir konnten zeigen, dass Vitamin E den Knochenabbau fördert und die Knochenmasse vermindert“, schreiben die Forscher.

Ob Vitamin E auf die Knochen von Menschen genauso wirkt, das müssen künftige Studien erst zeigen. Auch andere Studien legen nahe, dass bestimmte Vitamine zumindest nicht überdosiert eingenommen werden sollten. Vor einigen Jahren wurde eine US-Studie zu Vitamin E und Selen frühzeitig beendet, da Vitamin E das Risiko von Prostatakarzinomen tendenziell erhöht und Selen die Zahl der Diabeteserkrankungen erhöhte.

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