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Experten rechnen 2012 mit starkem Pollenflug

Es sind keine guten Nachrichten für Menschen, die an einer Pollenallergie leiden: In diesem Jahr rechnen Experten mit besonders starken Pollenflug. Erster Blütenstaub von Erle und Birke steht bereits in den Startlöchern. Im Laufe des März wird der Pollenflug von den Frühblühern dann immer stärker.

Experten rechnen 2012 mit starkem Pollenflug

Experten rechnen 2012 mit starkem Pollenflug. Foto: Flickr/CCzenobia

Die Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) geht für die diesjährigen Pollenflug von einem starken Birkenpollenflug aus. Die voraussichtliche Dauer wird bis Mai 2012 geschätzt. Bereits im Jahr 2010 wurde ein früher und vergleichsweiser starker Birkenpollenflug gemessen. Das teilte die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) in Bad Lippspringe mit. Seit Ende Dezember sind an mehreren Orten in Deutschland die ersten Hasel- und Erlenpollen gesichtet worden.

Dabei scheinen gerade Birkenpollen dieses Jahr besonders stark zu fliegen. „Die Ursache für den jährlichen Wechsel zwischen hohen und niedrigen Birkenpollenwerten ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt“, sagt Professor Dr. med. Karl-Christian Bergmann, ECARF-Experte und Leiter der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID).

„Fruchttragende Bäume haben aber sogenannte Mastjahre, in denen sie dann besonders viel Obst hervorbringen. Das kann auch auf Birken zutreffen. Mit Hilfe der Pollenzählung aus den Pollenfallen des PID, den Beobachtungen eines pflanzenphänologischen Dienstes und der Wetterprognose erstellt der Deutsche Wetterdienst täglich seine Pollenflug-Vorhersagen.

Pollenallergiker mit einem allergischen Schnupfen auf Grund von Haselnusspollen können jetzt schon unter den typischen Heuschnupfensymptomen wie Niesreiz oder tränenden und juckenden Augen leiden. Da diese Beschwerden wegen des Winters häufig auf eine Erkältung zurückgeführt werden, sollte im Zweifelsfall ein Allergologe aufgesucht werden. Dieser kann gegebenenfalls ein Antihistaminikum verschreiben oder aber eine Kurzzeit-Immuntherapie verordnen.

Kommentare

  1. Die Antihistaminika bringen zwar etwas Erleichterung, schaffen es aber oft trotzdem nicht, die Allergie in den Griff zu bekommen, so dass Betroffene immer noch unter erheblichen Symptomen leiden. Mal sehen, wann sich das ändert.

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