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Depressionen und bipolare Störungen nehmen zu

Die Depression ist mittlerweile zur Volkskrankheit geworden: Alleine in Deutschland leiden rund vier Millionen Menschen daran. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens an einer Depression zu erkranken liegt zwischen 16 und 20 Prozent.

Depressionen und bipolare Störungen nehmen zu

Müde vom Leben: 121 Millionen Menschen leiden an Depressionen.

Angststörungen, bipolare Störungen und Depressionen – einer groß angelegten Studie zufolge leiden rund 165 Millionen Europäer an solchen oder ähnlichen psychischen oder neurologischen Störungen. Mehrere Untersuchungen und Statistiken zeigen zudem, dass immer mehr Menschen aufgrund von psychischen Erkrankungen in Kliniken behandelt werden müssen. Projektionen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigen sogar, dass dieser Trend weiter zunehmen wird. Weltweit sind offenbar bereits 121 Millionen Menschen von Depressionen betroffen. Das berichete ein internationales Forscherteam von der State University of New York.

Das Entstehen psychischer Erkrankungen ist Experten zufolge dabei eine Kombination aus biologischen, zum Beispiel genetischen Faktoren, der persönlichen Verwundbarkeit und dem Eintreten von psychosozialem Stress. Aber auch körperliche Grunderkrankungen können mit einer Depression in Zusammenhang stehen. Schilddrüsenerkrankungen und Hirnerkrankungen wie Alzheimer oder die Parkinson-Erkrankung können der Entstehung einer Depression Vorschub leisen. Da sich die Erkankung mittlerweile zu einer Volkskrankheit entwickelt hat, raten Experte dazu, auf Frühwarnzeichen wie sinkende Aktivität, Interessenverlust, Schlafstörungen, Niedergeschlagenheit und Konzentrationsstörungen zu achten.

Immer öfter leiden Menschen zudem auch an Angstörungen und Shizophrenie. Auch die sogenannte bipolare Erkrankung ist weltweit auf dem Vormarsch. Zwei bis vier Millionen Menschen sind in Deutschland davon betroffen, schätzen Experten. Betroffene werden dabei über Monate hinweg von schweren Depressionen begleitet. Dazu kommen grundlose Schwermut, ein Gefühl der schweren Last, Schuldgefühle bis hin zu Suizidgedanken. Doch dann scheint ein Licht am Ende des Tunnels: Dem Betroffenen geht es von einem Tag auf den anderen besser und Lebensmut sowie Antrieb kommen zurück. Eine Zeit des Hochgefühls folgt, bis dann wieder der Absturz kommt. Experten zufolge dauert ein solcher Zyklus einige Monate und er reicht von Himmel hoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Da immer mehr Menschen an einer solchen bipolaren Störung leiden, versuchen Experten das öffentliche Bewusstsein dafür zu schärfen. Denn hierzulande wird sie oft viel zu spät diagnostiziert, kritisieren Patientenverbände. Nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) vergehen im Durchschnitt bis zu zehn Jahre vom ersten Auftreten bis zur Diagnose.  Eine medikamentöse Therapie in Kombination mit Psychotherapie kann dazu beitragen, die Symptome zu stabilisieren. Das Internetportal „www.neue-wege-psychiatrie.de“ hat sich dabei der Aufklärung verschrieben. Hier finden Sie weitere Informationen über psychische Störungen, Depressionen oder bipolare Störungen.

Kommentare

  1. Leider erkennt man selbst die Veränderungen nicht sofort.
    Hat man eingesehen, dass man an Depressionen leidet, ist die Hemmschwelle, sich dann Hilfe zu suchen und einen Arzt aufzusuchen, noch sehr groß.
    Man hat einfach Angst, dass man nicht ernstgenommen wird, wenn man noch nicht ganz unten ist

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