Home / Forschung / Neuer Test soll Alzheimer-Diagnose erleichtern

Neuer Test soll Alzheimer-Diagnose erleichtern

Forscher haben einen neuen Test entwickelt, der die Diagnose und Entwicklung von Medikamenten für die Alzheimer-Krankheit erleichtern könnte. Das ergab ein internationales Forschungsprojekt, bei dem im Gehirn Ablagerungen gemessen wurden.

Neuer Test soll Alzheimer-Diagnose erleichtern

Neuer Test soll Alzheimer-Diagnose erleichtern

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat eine neue Methode zur Messung von Eiweißablagerungen entwickelt. Dieser Protein-Komplex steht im Verdacht, Nervenzellen zu schädigen und dadurch Alzheimer zu verursachen. Der neue Test könnte den Forschern zufolge die Diagnose erleichtern.  Zwar ist bislang wissenschaftlich noch nicht genau geklärt, ob die Ablagerungen direkt für die Krankheit verantwortlich sind. Trotzdem scheint es einen Zusammenhang zu geben.

Alzheimer ist die häufigste Ursache für den Rückgang der Gedächtnisleistung und die Demenz. Etwa 36 Millionen Menschen weltweit leiden an Demenz, davon zwischen 20 und 25 Millionen an Alzheimer. Diese Zahlen werden mit der demografischen Alterung in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zunehmen. Für das Jahr 2050 werden etwa 200 Millionen Demenzkranke erwartet.

„Es ist daher wichtig, neue Therapien und Diagnoseverfahren zu entwickeln, welche die Erkennung und Behandlung dieser komplexen, chronischen-neurodegenerativen Erkrankungen des Gehirns erleichtern“, sagt Dr. Alexander Navarrete Santos, Mitarbeiter des Forschungslabors der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Herz- und Thoraxchirurgie.

Der Test könnte nicht nur für die Früherkennung von Alzheimer verwendet werden, sondern kann auch bei der Entwicklung neuer und effektiver Therapien für die Krankheit Anwendung finden. Das internationale Team von Wissenschaftlern aus Deutschland, Schweden und den USA haben die Ergebnisse der Studie in der Zeitschrift Journal of Alzheimer veröffentlich. Oskar Hansson von der Universität Lund in Schweden und Harald Hampel von der Universität Frankfurt überwachten als Senior-Autoren der Studie die Arbeit des internationalen Forscherteams.

Scroll To Top